Priesterseminar und Studium

Gleich nach der Reifeprüfung trat ich ins Priesterseminar der Diözese Graz-Seckau ein. Ich begann meine theologischen Studien an der Karl-Franzens-Universität Graz. Die Zeit mit knapp 80 Kollegen im Seminar war geprägt vom gemeinsamen Suchen nach dem, was Gott von uns will. Durch Verschiedenstes – Spaß innerhalb der Gemeinschaft genauso wie Engagement für außerhalb des Hauses  – wuchs die Entscheidung, mich als Priester in der Kirche zu engagieren.

Im “Bildungsteam” und im Werkbriefteam der Katholischen Jungschar unserer Diözese wurde das, was studiert wurde, mit und für zukünftige Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter angewendet. Eine Zeit, die mich auf meinem Weg zur Entscheidung, mich in den Dienst nehmen zu lassen, einen großen Schritt weiterbrachte.

Bei einem internationalen Treffen für Seminaristen aus ganz Europa 1986 in Castelgandolfo bei Rom lernte ich die Spiritualität der Fokolar-Bewegung kennen. Ihr fühle ich mich nach wie vor verbunden, da diese mich einführt in ein Verständnis von Priestersein, das ganz und gar heutig ist. Ob ich dies immer in mein Leben umzusetzen vermag, steht freilich auf einem anderen Blatt …  Doch das gemeinsame Leben mit dem Evangelium, oder sagen wir besser: der Versuch die Worte Jesu in gelebte Taten umzusetzen ist mir nach einer ersten Begegnung mit dem sogenannten “Wort des Lebens” in meiner Heimatpfarre seit diesen Tagen im Seminar lebendig geblieben – und damit auch der gelebte Austausch der Erfahrungen in der “Kunst” als Christ zu leben.

 

Gemeinsam unterwegs