Aufgaben in der Seelsorge

Nach dem Pastoralpraktikum in der Grazer Dompfarre und der Weihe zum Diakon und zum Priester wurde ich zunächst in der Pfarre Hartberg als Kaplan eingesetzt: eine Kleinstadt in der Oststeiermark, die von -zig Dörfern umgeben wird. Die ersten Erfahrungen in der Seelsorge werden oft als “erste Liebe” bezeichnet. Irgendwie sind mir die 3 Jahre in der Nähe meiner Heimat ans Herz gewachsen …

Der zweite Ort in der Steiermark war die Bezirksstadt Knittelfeld in der Obersteiermark. Eine ganz andere Situation, nicht nur, weil es dort einen Pfarrverband gab und innerhalb weniger Wochen 2 Priester weniger waren – ich ersetzte 2 Kapläne und der pensionierte Dechant verstarb plötzlich. Sondern weil der Menschenschlag und auch die kirchliche Situation eine ganz andere war … Dennoch: auch die letztlich 5 Pfarren – nach 1 1/2 Jahren kamen weiter zwei hinzu – , in denen ich 5 Jahre lang tätig war waren ein Geschenk.

Als Kaplan war ich schließlich ein Jahr lang im Pfarrverband Bruck/Mur – St.Dionysen-Oberaich tätig. Dort wurde ich nach der Emeritierung von Propst Poier 6 Jahre lang Pfarrer; im letzten Jahr wurde der Verband um eine weitere Pfarre, Pernegg, erweitert. Die auch hier zunehmend entkirchlichte Situation hatte wiederum eigene Herausforderungen, auch weil es galt, als Pfarrer Verantwortung in anderem Maß als als Kaplan zu übernehmen. Toll, was sich da alles getan hat und wie Menschen sich auf den Weg mit Gott gemacht haben!

Gemeinsam unterwegs