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Wie gesagt: gemeinsam unterwegs – und daher gibt es hier nicht “gescheite” Gedanken von mir sondern auch das eine oder andere, das ich teile – mit anderen teile.

Halbe Sachen

Ich bin in Jerusalem heute zum wiederholten Mal die "via dolorosa" entlang gegangen. Mit Jugendlichen. Betend. Der Überlieferung nach soll auf diesem Weg Jesus das Kreuz hinaus auf Golgotha getragen haben. Der Kreuzweg endet in dem als Grabeskirche oder auch Auferstehungskirche bezeichneten Bauwerk. Auch dieses Mal bin ich mit innerer Ergriffenheit auf diesen kleinen Hügel in dieser bedeutsamen Kirche der Christenheit hinaufgestiegen - zu jenem Ort, an dem Jesus am Karfreitag sein irdisches Leben aufgrund des Todesurteils ausgehaucht hat. Daher wird mit Tod und Auferstehung Jesu für die Christen weltweit, egal welcher Konfession sie angehören, das Bedeutendste für ihren Glauben und ihr Leben ausgesagt: der Mensch gewordene Sohn Gottes hat bis zuletzt geliebt.

Erinnerung daran braucht gesonderte Zeit, braucht eine eigene Form, sie muss gefeiert werden. Im Jahreslauf wird dies besonders an den "Heiligen drei Tage des Leidens, Sterbens und Auferstehens unseres Herren" begangen.
Der Auferstehungstag Christi - der Sonntag - als der erste Tag der Woche hat sich im Verlauf der Entwicklung des Christentums bald den Charakter eines geschützten Wochen-Feiertags "errungen". Dem gleichsam in die Menschheit eingegrabenen Wochenrhythmus - sechs Tage Arbeit und ein Tag Ruhe - wurde damit ein sinnstiftender Inhalt beigefügt. In der Geschichte da und dort auftretende Versuche der Neuordnung einer Woche scheiterten. -
Weitere Feiertage im Laufe eines Jahres wurden und werden mitunter aufgrund besonderer gesellschaftlicher Rahmenbedingungen eingeführt. Zum Wohle der Menschen. Denn: die Menschen einer Gesellschaft müssen sich immer wieder ihrer selbst und damit auch ihrer Herkunft vergewissern. Feiern aber braucht Zeit. Feiern benötigt daher Frei-Zeit.
In modernen Gesellschaften werden allerdings zunehmend uralte Traditionen infrage gestellt; die Begründungen hierfür scheinen aufs erste plausibel. Die wesentliche Abfolge von Arbeits- und Ruhetagen aber ist nicht so einfach verhandelbar, weil sie der Entfaltung des Menschen in allen seinen Dimensionen dient. Dazu gehören unter anderem die Nichtverfügbarkeit des Menschen auch in seiner Dimension der Ruhe und des nicht Arbeitens - dies wird meines Erachtens auch schon in der Bezeichnung von Arbeit im lateinischen "neg-otium" deutlich, eben als Verneinung des Müßiggangs.

In Österreich haben wir 13 "gesetzliche Feiertage". Einige davon sind im zwischenstaatlichen Vertrag (Konkordat) zwischen der Republik und dem Heiligen Stuhl fixiert und damit gesetzliche Feiertage, auch wenn ihre Herkunft eindeutig dem Christentum zuzuordnen ist, dem sich ein Großteil der österreichischen Bevölkerung zugehörig fühlt (1.1., 6.1., Christi Himmelfahrt, Fronleichnam, 15.8., 1.11., 8.12., 25.12.) [1]. Manche andere Feiertage laden zur Selbstvergewisserung als Bürger eines Staates ein (vgl. Nationalfeiertag, 1. Mai). Wieder andere Feiertage sind zwar mit christlichen Festen in Beziehung, staatlich geschützt, aber - streng betrachtet - keine kirchliche Feiertage (Ostermontag, Pfingstmontag, 26.12.).
Wie am Beispiel des 8. Dezember deutlich wird, wird die Selbstvergewisserung einer Gesellschaft in jüngster Zeit immer wieder infrage gestellt; so etwa muss der Grund des österreichischen Nationalfeiertags immer und immer wieder in Erinnerung gerufen werden.
Nunmehr scheinen wir in der Debatte einen nächsten dieser Tage der Selbstvergewisserung infrage zu stellen. Durch ein Urteil des europäischen Gerichtshofes wurde es als diskriminierend angesehen, dass es nur für Angehörige bestimmter Religionsbekenntnisse einen Feiertag gibt, der nicht für die anderen gilt. Die Regelung für einen gesetzlichen Feiertag für Angehörige gewisser Religionsbekenntnisse ist aufgehoben. Durch unsere Bundesregierung wurde nunmehr einer First der Karfreitag in einen halben "gesetzlichen Feiertag für alle" umgewandelt. Jedenfalls wird dieser Vorschlag nun unserer Volksvertretung zum Beschluss vorgelegt werden.

Als ich nun mit den Jugendlichen unserer Reise in diesen Tagen in der Grabeskirche am Hügel von Golgotha stand, sind mir all diese Gedanken und all die Stellungnahmen der vergangenen Tage durch den Kopf gegangen.

  • "Tragen wir Christen nicht mehr zur Selbstvergewisserung unserer Gesellschaft genügend bei?" -
  • "Bedeuten Feiertage in unserer immer flexibler werdenden Gesellschaft eigentlich nur mehr Verhinderung wirtschaftlicher Prosperität?" -
  • "Sind Feiertage wirklich nicht mehr als freie Tage?" -
  • "Wie steht es um den Schutz und damit verbunden die Rechte von Minderheiten in unserer Gesellschaft?"

Alles zusammen - und hier müsste wahrscheinlich noch viel mehr benannt werden - würde sich meines Erachtens sehr gut dafür eignen, prinzipiell Fragen des Zusammenhalts unserer Gesellschaft, die immer pluraler wird, neu und vertieft zu stellen.
Gesetzliche Regelungen sind hierfür meines Erachtens zu wenig, wenn auch notwendig. Im konkreten Fall wurden zwar die am meisten Betroffenen gehört, scheinbar aber keine der von ihnen angebotenen Lösungen für gut befunden. Das, was nun das österreichische Parlament beschließen soll, ist aber alles andere als der Weisheit letzter Schluss. Gerade in einer Gesellschaft, die auch von wirtschaftlichen Interessen geleitet wird. Gerade in einer Gesellschaft, deren Bewohner sich großteils einer Religionsgesellschaft zugehörig fühlen. Gerade in einer Gesellschaft, die zunehmend nicht mehr das Verbindende zu suchen scheint, sondern in der scheinbar mit bloßem entweder-oder, bloßer Schwarzweißmalerei komplexe Fragestellungen beantwortet werden.
Wenn alle Beteiligten wirklich wollten, davon bin ich überzeugt, müsste es möglich sein, Lösungen zu finden, auch für die komplexesten Phänomene, die viele Interessen zusammenführen.
So zu agieren braucht Zeit, braucht hinhören, braucht ernst gemeinte gemeinsame Überlegungen, braucht Auseinandersetzung auch mit (politisch) Andersdenkenden usw.

Ich verstehe zutiefst die Argumente meiner evangelischen Brüder und Schwestern und teile sie auch. Man muss sie nicht in Erinnerung rufen, denn sie sind plausibel und die Evangelischen, die Methodisten und Altkatholiken haben gute Lösungen für alle vorgeschlagen. Auch die Debatten rund um den sogenannten "Einkaufsfeiertag" - eigentlich ein "Unwort" - 8. Dezember machen meines Erachtens nur deutlich, dass wir uns gemeinsam grundsätzlicher Fragen zu stellen haben.

Lassen wir die Chancen neuen Miteinanders in Österreich nicht einfach vorübergehen.
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[1] Ein weiterer dort vermerkter Feiertag (29.6.) wurde gestrichen, der 8.12. wurde mittlerweile innerhalb eines gewissen Zeitrahmens und unter gewissen Bedingungen für Einkaufsmöglichkeiten aufgegeben.


Krisengipfel

Heute Morgen ging ich mit einer steirischen Pilgergruppe den sogenannten "Palmsonntagweg" - jenen Weg also, den Jesus bei seinem festlichen Einzug nach Jerusalem genommen hat. Wie viele Pilgergruppen beendeten auch die steirischen Jugendlichen diesen im Garten Gethsemane. Dort, an dem Ort, an dem das Leiden unseres Herrn Jesus Christus seinen Ausgang nahm, hielt ich persönlich inne, mitten unter vielen, die in ihrem Glauben gestärkt werden wollen.

An diesem Ort, an dem Jesus der biblischen Überlieferung nach Blut geschwitzt hat, wanderten meine Gedanken unwillkürlich zu den Opfern, denen sich in diesen Tagen die vom Papst einberufene Konferenz gegen den Kindesmissbrauch in der Kirche und für ihren Schutz widmet. Ihre tiefen Verwundungen, ihre Verletzungen, ihre stummen Schreie, ihr nicht gehört Werden, mit einem Wort ihr Leid habe ich dem an diesem Ort verehrten leidenden Herrn hingelegt. Leiden, das ihnen durch Vertreter der Kirche zugefügt wurde, von Menschen also, die durch ihr Dasein und durch ihr Wort berufen sind, für das Leben einzutreten. Hoffnungen, die in diese gesetzt wurden, sind durch Gewalt, durch sexualisierte Gewalt, durch spirituellen Missbrauch zerstört worden. Vielfach wurde ihnen nicht geglaubt. Zugleich dachte ich hier an einem Ort, an dem das Leiden "spricht" auch an all jene, die in ihren Familien durch Angehörige und Freunde Ähnliches erfahren mussten und müssen. Ich habe auch all jene Ihm anvertraut, die in öffentlichen Einrichtungen, in Vereinen oder wo weiß ich sonst noch Angst und Schrecken durch Gewalt in ihren verschiedenen Ausformungen erlitten haben.
Ich hoffe, dass diese Initiative unseres Papstes, die eine weltweite darstellt, in Hinkunft ein gemeinsames Voranschreiten in unserer Kirche ermöglicht: in Österreich haben wir in den vergangenen Jahren einiges auf den Weg gebracht, was Prävention heißt, denn Kinder und Jugendliche sind uns anvertraut. Darin dürfen wir nicht nachlassen, auch weil wir es unserer Gesellschaft schulden. Ja mehr noch: wir haben den Schutz auszubauen!
In meinen persönlichen Begegnungen mit Opfern kirchlichen Missbrauchs ist mir mehr und mehr deutlich geworden, wie wichtig Zuhören, wie wichtig Hinschauen ist. Und: wie wichtig es ist, gemeinsam nach Wegen zu suchen, um Leben nach dem Leiden zu ermöglichen. Mit meinem Suchen diesbezüglich bin ich keineswegs ans Ende gekommen; wie überhaupt darüber hinaus meines Erachtens in der gesamten Gesellschaft erst damit begonnen werden muss, sich wirklich des Themas Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen anzunehmen. Das aber in großer Differenziertheit, nicht pauschal. Mit Wertschätzung. Mit Aufmerksamkeit. Mit offenen Augen und Ohren.

Dort im Garten von Gethsemane hielt ich aber auch inne, um derer zu gedenken, die Schuld auf sich geladen haben. Auch hier wissen wir uns als Verantwortungsträger in der Kirche herausgefordert. In vielerlei Hinsicht.
Wie gehen all jene, die Schuld auf sich geladen haben, mit dieser um? Werden sie einfach - um es drastisch auszudrücken - sich selbst überlassen? Wo gibt es Möglichkeiten eines Weges der Sühne, der Besserung? Was bedeutet es für uns als Gesellschaft, Menschen unter uns zu wissen, die eine solch schlimm Schuld auf sich geladen haben? Damit ich richtig verstanden werde: Diese Fragestellungen nehmen nichts weg von den ersten Gedanken, die ich hier geäußert habe, sind aber auch berechtigter Weise in die Debatte einzubringen. Um der Menschen willen. Hier ist zweifellos von Verantwortlichen viel verabsäumt, verschlampt und vertuscht worden. Um aber wirklich allen Fragestellungen rund um den Missbrauch in Autoritätsverhältnissen gerecht zu werden, müssen auch solche Fragen gestellt werden dürfen, bedarf es auf vielen Ebenen auch hierfür gemeinsamen Suchens. Hier sind dann meines Erachtens natürlich auch alle Fragen kirchlicher wie auch staatlicher und damit strafrechtlicher Maßnahmen anzusiedeln, die m.E. auch zu stellen sind - in all ihrer Komplexität (vgl. unterschiedliche Verjährungsfristen, Schutzalter, Verfahrensweisen, ...).

Wie schwer sich viele in der Kirche - und wohl auch in der ganzen Gesellschaft - tun, sich allen Fragen in entsprechender Differenzierung zu stellen, poppt ohnedies immer wieder in den auch medial verarbeiteten kircheninternen Auseinandersetzungen auf. Leider wird dies dadurch deutlich. - Ob ich mich persönlich in den Herausforderungen meines Dienstes als Bischof in alledem immer richtig verhalten habe kann ich nur hoffen - es ist alles andere als leicht und alles andere als leicht auszuhalten. Jedenfalls bitte ich jene um Verzeihung, denen in der Kirche Leid zugefügt wurde. Ich werde mich jedenfalls mit meinen mir zur Verfügung stehenden Kräften bemühen, dass wir Kirche als Raum des erfüllten Lebens gestalten.

"Jesus, der du am Ölberg Blut geschwitzt hast, hilf uns in Kirche und Gesellschaft mehr uns unserer Verantwortung den Schwachen gegenüber bewusst zu werden und alles uns Mögliche daran zu setzen ihnen Heil und Heilung zu ermöglichen, damit jenen, die hier in Gethsemane am Ölberg Dich suchen, ihren Glauben wirklich gestärkt erhalten."


Zur Entwicklung von Kirche bei uns (5)

Viel wird zur "Kirchenentwicklung" gesagt. Auch in unserer Diözese ist befinden wir uns in dieser Spur des Evangeliums. - In loser Folge weise ich hier auf verschiedene Wortmeldungen von mir - ausschnittsweise - hinw, um mir und uns die Fragestellungen in Erinnerung zu rufen, um die es dabei - umfassend gedacht - geht.
Wir sind als Kirche und Gläubige in dieser Welt mit diesen Herausforderungen unterwegs ...

Heute und hier nach der Lektüre der ersten 4 Teile ein neuer Gedankengang, der das dort Gesagte vertiefen möchte.

Als ich in den vergangenen Tagen die großen Linien der Gedanken auf der sogenannten "Pfarrerwoche" zu Beginn meiner Amtszeit als Bischof 2015 wieder gelesen habe, ist mir deutlich geworden, dass viele Gedanken daraus auch heute gelten. Gerade angesichts neuester Herausforderungen, denen sich unsere Kirche derzeit zu stellen hat - es sei auf die neu aufgeflammte Debatte rund um den "Missbrauchsskandal" hingewiesen, die sich nunmehr auch auf "spirituellen Missbrauch" sowie Übergriffe auf Frauen und Ordensleute ausgedehnt hat, oder aber auch auf die mit Verve und dem Zeitgeist entsprechender (zu) einfache Schwarz-Weiß-Malerei veröffentlichter Meinung zu Finanzfragen und anderen Vorgängen in unserer Nachbardiözese Gurk - gilt es, den "Anker der Hoffnung"[1] vertieft auszuwerfen. [Nebenbei: auf einer meiner früheren Segeltörns ist mir bewusst geworden, dass "verankert" sein alles andere bedeutet als "fix und unbeweglich" festgemacht zu sein: Wind und Wellen können das verankerte Schiff durchaus in einem gewissen [Um]Kreis bewegen].

Und - das sei ganz besonders erwähnt: es geht um viele Fragen, die sich uns stellen und keineswegs "nur" um die immer wieder, besonders in unseren Breiten vorgebrachten sogenannten "heißen Eisen". Ich weiß: sie irritieren - und das gewaltig, auch weil sie keineswegs von allen und allezeit authentisch gelebt werden. Sie irritieren aber auch deswegen, weil sie - wie vieles andere in der Kirche - deutlich machen, dass es eben nicht um eine Botschaft geht bzw. gehen kann und darf, die wir uns "zurecht richten". - Zugleich ergänze ich hier sofort, dass dies aus meiner Sicht keineswegs heißt, sich diesen Fragen nicht zu stellen. Was ich aber erbitte und in Erinnerung rufe: selbst wenn alle diese "Eisen" geschmiedet wären, Kirche und damit die Frage jedes und jeder von uns, was denn unsere spezifische Berufung, was denn unser je spezifische Weg in der Nachfolge unseres Herrn ist, würde uns nicht erspart bleiben. Denn: die Form und Gestalt von Kirche, die viele von uns in Erinnerung haben, weil sie Wegbegleiter war und segensreich uns in die Spuren Jesu geführt hat, ist - nehmen wir den Heiligen Geist wirklich ernst - keineswegs die eine und ewige, wie in manchen Debattenbeiträge vorgegaukelt wird. Dies wird mir nicht nur durch mein Eintauchen in kirchliche Situationen der Weltkirche immer und immer wieder deutlich, dies ist auch - und ein kleiner Blick in die Geschichte reicht bei uns durchaus - vor Ort unserer Kirche von Graz-Seckau eingestiftet: Wenn ich etwa auf die mittlerweile 800 Jahre andauernde Geschichte unserer Diözese schaue, wird allein schon durch die unterschiedliche territoriale Ausdehnung der vormals "Seckau" genannten Diözese deutlich, dass sich so manches verändert hat. Fragen von damals sind eben daher auch nicht Fragen von heute - und: Wenn das Wesentlich erhalten bleiben soll - und das bedeutet eben etwa die Botschaft des Evangeliums - dann braucht es Änderungen. Und: das, was kommt, ist nicht die Wiederholung des Vergangenen, ist nicht die "Wiederauferstehung" einer Form von Kirche, die uns persönlich irgendwann einmal lieb war und die sicher auch viel Segen gebracht hat.

Mitunter scheint es mir so, dass die üblicherweise als "progressiv" und (!) die üblicherweise als "traditionell" apostrophierten kirchlichen Meinungsträger genau darin demselben Irrtum verfallen und "vergangene Zeiten" festhalten wollen. Mehr noch: ein innerkirchlicher Kampf wird da mitunter ausgefochten, um nur ja die eigene Sicht als die einzig wahre und rechte darzustellen und andere, die sich auch redlich auf dem Weg der Nachfolge verstehen, in schiefes Licht zu tauchen oder - was noch schlimmer ist - abfällig zu behandeln, so als ob sie nicht "zu mir" gehörten, weniger fromm seien oder gar auf dem Weg ins Verderben stünden [und damit erinnere ich an die großartigen Stellen beim Apostel Paulus im 1. Brief an die Gemeinde in Korinth wie auch im Brief an die Römer, wo Kirche als "ein Leib" gezeichnet wird, der aus unterschiedlichen Gliedern mit unterschiedlichen Verantwortungen und damit auch Aufgaben gebildet ist, vgl. 1Kor 12,26: "Wenn [..] ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit; wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle Glieder mit"]. Die Bereitschaft, sich demütig unter das Wort Gottes zu stellen und damit der Glaube, dass ER uns führt, ist mehr denn je von jedem gefordert. "Alles andere wird dazugegeben" (vgl. Mt 6,33). Ein solches Denken entbindet uns nicht davon, zu suchen, zu fragen, immer wieder neu aufzubrechen usw., verleitet aber nicht dazu, zu meinen: "Wenn sich einmal dieses und jenes so wie ich es mir vorstelle geändert hätte, wäre alles wieder in Ordnung ...". Eine solche sich selbst ehrlich wahrnehmende Haltung ist es, die innerkirchlich nottut - alles andere, und vieles was derzeit "abgeht" lässt mich eher das wahrnehmen, verstärkt in mir das "ungute Gefühl", dass es jenen, die solche Argumente nicht müde werden vorzubringen und als "die Rettung" zu titulieren, um Macht und ihren persönlichen Machterhalt geht.

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[1] Eines der mir sehr ans Herz gewachsenen Tagesgebete im römischen Messbuch wird am 21. Sonntag im Jahreskreis gebetet: "Gott, unser Herr, du verbindest alle, die an dich glauben, zum gemeinsamen Streben. Gib, dass wir lieben, was du befiehlst, und ersehnen, was du uns verheißen hast, damit in der Unbeständigkeit dieses Lebens unsere Herzen dort verankert seien, wo die wahren Freuden sind."


Zur Entwicklung von Kirche bei uns (4)

Viel wird zur "Kirchenentwicklung" gesagt. Auch in unserer Diözese ist befinden wir uns in dieser Spur des Evangeliums. - In loser Folge will ich hier auf verschiedene Wortmeldungen von mir - ausschnittsweise - hinweisen, um mir und uns die Fragestellungen in Erinnerung zu rufen, um die es dabei - umfassend gedacht - geht.
Wir sind als Kirche und Gläubige in dieser Welt mit diesen Herausforderungen unterwegs ...

Aus dem Referat auf den verschiedenen Herbstwochen 2015

Der Bischof ist mit auf dem Weg ...
Natürlich werde auch ich den Weg offensiv mitgehen. Da wird wohl einiges versucht werden, einiges wird sich – so denke ich – auch nach langem Nachdenken vielleicht als Irrweg herausstellen. Aber: das "heilige Experiment", das Gott mit der Kirche von Graz-Seckau gewagt hat und wagt, kann auch – vielleicht verstärkt? – von uns genutzt werden. Letzte Sicherheit werden wir in einer zutiefst durch das Vergehen dieser Welt verunsicherten Situation nie erreichen, auch deswegen, weil Gott selbst Lebendigkeit und damit wirkvoller Geist ist.

[...]

 ... in der Diözese
Gemeinsam mit [...] Generalvikar, Dr. Erich Linhardt [...] gilt es, die Erfahrungsräume von Kirche in Pfarren, Gruppen, Gemeinden und Gemeinschaften, in kategorialen Seelsorgebereichen und Orden entsprechend den heutigen Anforderungen anzupassen.

Haben wir keine Angst zu sagen, dass etwas neu wird! Haben wir auch keine Angst davor, dass Versuche scheitern können. So etwa wird mit der Neuordnung der Grazer Stadtkirche ein für mich mutiges Experiment gewagt; ebenso sei nochmals an die vorgestellte Initiative in Richtung "missionarische Pfarren" erinnert. Immerhin hat mir genau das auch der Vertreter des Papstes in Österreich bei meiner Weihe mitgegeben.

Wenn ich in den kommenden Monaten mit den Verantwortungsträgern der Regionen in Kontakt trete, dann soll aus diesem Hinhören noch stärker der Weg in die Zukunft geschärft werden. Ich werde mich dabei den Priestern und Diakonen sowie den anderen in der Seelsorge Angestellten besonders zuwenden. Zugleich werden die in unserer Diözese Verantwortung tragenden Gremien mit zugewiesenen Fragestellungen beauftragt werden, den benannten Inhalten entsprechend „Raum“ zu geben. Unter anderem stellen sich da folgende Fragen:

  • Zusammen in der Kirche leben: Dienste und Vollmachten der Getauften und der Amtsträger
  • Mitverantwortung auf den unterschiedlichen pastoralen Ebenen und in Bereichen der Kirche – vor Ort, in diözesanen Entscheidungen (vgl. Vorschläge der Dechantenkonferenz bei der Fortbildung in Brixen 2013, die unter anderem neue Aufgabenstellungen für die sog. "mittlere Ebene" bedeuten, die bislang die 25 Dekanate darstellten)
  • gemeinsames Vorangehen im Suchen nach dem Willen Gottes unter Zusammenarbeit der Gremien
  • Arbeiten, die in den letzten Jahren unter Pastoralamtsleiter Mag. Johannes Freitag vorangetrieben wurden, gilt es zum Abschluss zu bringen, und zwar: "Was sind wesentliche Konkretisierungen, wenn wir von einer 'Pfarre' reden, was gehört unbedingt dazu?" Und: "Von welchen Werten und Grundhaltungen lassen wir uns in der Kirche von Graz-Seckau auf allen Ebenen leiten?" [...}
  • Die Frage nach der rechten und notwendigen Kommunikation untereinander und mit dem Ordinariat wird auch in den kommenden Jahren eine immer neu zu bedenkende wichtige Fragestellung sein.
  • Wenn der Pfarrer der erste Diener für das Leben derer ist, die in der Nachfolge Jesu Christi stehen: was ist wirklich der Dienst der Priester hierfür? Er ist sicher nicht "Guru" und auch nicht einer, nach dessen spiritueller Pfeife getanzt werden muss ...
  • ...

... mit dem Ordinariat und den Verantwortungsträgern
Das Ordinariat mit seinen Dienststellen ist nicht die "Firmenzentrale" der Diözese, es ist – wie es im Leitbild heißt – u. a. "Inspirations-, Service- und Kompetenzzentrum zum Nutzen der ganzen Diözese", was natürlich mitunter auch heißen kann, an gesetzliche Grundlagen u. ä. m. erinnern zu müssen. Daher gilt es, wie überhaupt im Leben, auch hier inne zu halten, um Nachschau zu halten, wo dieses Ziel, als Amt des Ordinarius für die ganze Diözese zu arbeiten, noch weiter verbessert werden kann. Daher wird es wohl eine der vornehmsten Aufgaben unseres [...] Generalvikars sein, die bereits benannten Fragestellungen für die Diözese auch im Ordinariat entsprechend zu stellen und voranzutreiben, etwa:

  • Zusammenspiel zwischen Ordinariat und Erfahrungsräumen von Kirche etwa in puncto
    - Kommunikation,
    - Subsidiarität usw.
  • Anpassung und Weiterentwicklung der Strukturen im Bischöflichen Ordinariat an die Anforderungen der Seelsorge in den nächsten Jahren.
  • ...

... mit den Pfarrern und Priestern
Als die ersten Mitarbeiter des Bischofs hoffe ich, dass die "Freude am Evangelium" durch Euch auch nach vielleicht entbehrungsreichen Jahren in der Seelsorge erhalten ist. Ich weiß: in der Gesellschaft tut sich so viel, dass es mehr als nur verständlich ist, wenn Priester glauben, wahrnehmen zu müssen, die Botschaft des Evangeliums "greife" nicht mehr. Meine Erfahrung lehrte mich zunehmend, auf das zu blicken, was ist, und gemeinsam ernsthaft nach dem zu suchen, was in dieser Situation, mit diesen Menschen in diesem Sendungsauftrag von Gott gewollt wird. Diese Aufmerksamkeit ist notwendig. Ich weiß auch, dass durch viele Veränderungen im Leben unseres Dienstes, durch die sehr geringe Zahl nachwachsender Berufungen und anderes mehr, die Herausforderungen für die Priester andere geworden sind und vielfach als Be-, wenn nicht Überlastung empfunden werden. Ich bin versucht zu sagen, dass manches in der bislang gewohnten Form, Kirche zu leben und zu gestalten nicht mehr geht. Ich sage sogleich aber auch dazu und bitte darum, eine Umkehr in den Argumenten mitzuvollziehen, damit wir nicht vom Priester her Kirche denken, gestalten und bauen, sondern von Christus her und daher von jenen, die seinen Namen tragen. Ich möchte daher für jeden von uns einige persönliche Überlegungen mitgeben:

  • Wie lebe ich die Berufung ins Priestersein, in diese Lebensform? Mit wem tausche ich mich wirklich darüber aus – der Beichtvater scheint mir da zu wenig zu sein. Anders ausgedrückt: wen habe ich, mit dem ich über das, wie es mir persönlich geht, wirklich ins Gespräch komme und nicht bloß darüber, wie es mir in meinem Dienst geht?!
  • Wo sind jene, die an meiner Art, Evangelium zu leben, Feuer fangen? Jesus nachzufolgen, führt wohl alle zum erfüllten Dasein, auch zölibatär lebende Priester sind von dieser Verheißung nicht ausgenommen. Das Evangelium ist trotz allem, was an Kreuz zu benennen ist – Frohe Botschaft. Nehmen wir also auch an und ernst, dass Berufungspastoral die Grundmelodie allen kirchlichen Tuns ist und sind wir aufmerksam für jene, die nach einem entsprechenden Leben suchen? [...] [Die] Botschaft Christi vermag gerade heute auch junge Leute zu begeistern. Wer begleitet sie weiter, wo werden ihre Fragen ernst- und angenommen?
  • Was lässt mich "brennen"? – Wir brauchen keine Angst haben, dass Gott geizig ist, Menschen zu rufen. Wir sind Arbeiter, die ernten! Wir müssen auch nicht ängstlich um unsere Kirche sein, denn ER ist ihr Herr und ER baut Kirche. Wir sind Diener dabei.
  • Wir wissen um die unterschiedlichsten "Typen", die ER in diesen Dienst gerufen hat. Wir Priester geben damit ein sichtbares Zeichen für die Breite unserer katholischen Kirche ab, die ich nicht missen möchte. Wir sind aber als Seismographen für die Vorgänge in der Welt nicht davor gefeit, eng zu werden. Bewahren wir es uns oder lernen wir es, vielleicht neu, den Weg, den ein anderer in seiner Nachfolge als Priester geht und wählt, als den ihm entsprechenden Weg zu sehen. Lassen wir nicht voneinander! Gehen wir aufeinander zu, öffnen wir uns dem Bruder im selben Dienst neben mir und seien wir dankbar dafür, dass es so viele Wege gibt, Priester-Sein zu leben wie es eben Männer gibt, die ihr "Ja" dazu gesagt haben. "Links" und "rechts", "progressiv" und "konservativ", "papsttreu" oder "fortschrittlich" sind keine Kategorien, in die wir uns einpassen lassen dürften bzw. dürfen. Wir brauchen auch keine Angst um uns zu haben, denn ER ist mit uns! – Es gibt freilich auch Grenzüberschreitungen in diesem sehr weiten Rahmen, die Korrekturen notwendig machen.
  • ...

An dieser Stelle daher aus vollstem Herzen Danke und "Vergelt's Gott!" für Euren authentisch gelebten Weg der Nachfolge und Euren Dienst, mit dem und durch den in unserer Welt ein deutliches Signal gesetzt wird, dass der Auferstandene unter uns gegenwärtig ist und lebt.

... mit den anderen, die in der Seelsorge tätig sind
[...]

Ich weiß: in diesem Abschnitt wurden viele Fragen angerissen. Sie alle stehen unter dem großen Rahmen, im Heute unserer Zeit freudig Zeuge für das Evangelium zu sein. Deswegen sind diese zu stellen. Im Vertrauen darauf, dass ER die Kirche von Graz-Seckau leitet, können wir uns allen Anfragen stellen und aussetzen und müssen keine Angst haben. Denn: ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Botschaft des Evangeliums, die Botschaft der Kirche auch und gerade heute Brot für das Leben ist.[1]

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[1] Alle Frage- tlw. auch Infragestellungen bedeuten keineswegs zu behaupten, dass das Frühere schlecht war, dass jenes, was uns Jahrhunderte herauf, ausgehend von der Freiheit des Christenstums nach Konstantin, segensreich unterstützt hat, null und nichtig ist. Das kann und darf als solches stehen bleiben. Weil Gott immer einer ist, der "heute" ist, gilt es dennoch, trotz allem, was uns wertvoll war und ist, nach dem zu fragen, welche Form Kirche heute bei uns braucht, um ihrer Sendung zu den Menschen, in der einen Welt, in ihrer Suche nach Identität und Einheit, in ihrem Suchen nach Lebensmöglichkeiten im Miteinander und in Frieden und Freiheit im gemeinsamen Haus einigermaßen gerecht zu werden. Ich bin mir sicher: Er baut auch heute an Seiner Kirche. Schön ist's und wäre es, wenn wir unsere Berufung darin sehen, mit Ihm zu bauen.


Zur Entwicklung von Kirche bei uns (3)

Viel wird zur "Kirchenentwicklung" gesagt. Auch in unserer Diözese ist befinden wir uns in dieser Spur des Evangeliums. - In loser Folge will ich hier auf verschiedene Wortmeldungen von mir - ausschnittsweise - hinweisen, um mir und uns die Fragestellungen in Erinnerung zu rufen, um die es dabei - umfassend gedacht - geht.
Wir sind als Kirche und Gläubige in dieser Welt mit diesen Herausforderungen unterwegs ...

Aus dem Referat auf den verschiedenen Herbstwochen 2015

Glauben – persönliche Vertiefung der Christusbeziehung
Zuallererst muss hier jene unaufgebbare Beziehung in Erinnerung gerufen werden, die uns alle leben und in unserem Dienst arbeiten lässt. Es gilt zu glauben. "No na net", höre ich einige sagen. "Wagen wir aber wirklich den Sprung, der Glauben bedeutet?" Haben wir es uns nicht in so manchem sehr zurechtgerichtet? "Paroichia", wovon sich der Begriff "Pfarre" herleitet, bedeutet wörtlich übersetzt 'Beisasse' und meint in seiner Bedeutung 'Nachbarschaft'. Eine Alternative für die Etymologie von Paroichia ist 'das Wohnen eines Fremden in einem Ort ohne Bürgerrecht'. In dieser Bedeutung (fremd, Fremde, Fremder) kommt der Begriff mehrfach im Neuen Testament vor (z. B. Lk 24,18; Apg 13,17; Eph 2,19; 1 Petr 1,17).Wie leben wir das? Was heißt in diesem Umfeld "sich selbst verlassen", also "fremd sein" und Gott alles anvertrauen? Was heißt "Glauben leben"? Es geht um mehr als Gottesdienste zu ordnen und entsprechend zu gestalten. Mitunter laufen wir meines Erachtens Gefahr, Leben der Kirche auf die Feier von Gottesdiensten zu reduzieren: Zum "Kerngeschäft" gehören wesentlich auch noch andere Standbeine dazu. Glauben bedeutet auch die Wachsamkeit, die Aufmerksamkeit für das Evangelium, ein ständiges "Auf dem Sprung sein". Ich hege den Verdacht, dass wir versucht sind, es uns "einzurichten": wir arbeiten professionell, haben Geld, wir haben großartige Strukturen und viele, die hauptamtlich für uns arbeiten. Und genau damit habe ich selbst schon einen großen Fehler gemacht: nicht "für uns", sondern "für die Menschen" muss es heißen – es geht nicht um uns, um unseren Selbsterhalt, es geht um Gott und darum, dass Seine Herrschaft durch unser Zutun deutlicher Konturen annimmt inmitten der Menschheit, die uns umgibt. Also ist unser Dienst, uns selbst und unser Leben – ich nehme Anleihe an der Weiheliturgie – "unter das Geheimnis des Kreuzes" zu stellen. Und daraus folgt, es anderen zu ermöglichen, ihr Leben in der Nachfolge Jesu Christi dem entsprechend persönlich und als Kirche gemeinsam zu gestalten.

Glauben im Leben – Gesellschaft gestalten
[...]
Haben wir keine Angst zu sagen, dass etwas neu wird! Haben wir auch keine Angst davor, dass Versuche scheitern können. So etwa wird mit der Neuordnung der Grazer Stadtkirche ein für mich mutiges Experiment gewagt; ebenso sei nochmals an die vorgestellte Initiative in Richtung "missionarische Pfarren" erinnert. Immerhin hat mir genau das auch der Vertreter des Papstes in Österreich bei meiner Weihe mitgegeben.
[...]

Die Freude, heute Kirche zu sein[1]
Nun: Was heißt es, in den vielen Erfahrungsräumen von Kirche "die Freude des Evangeliums" zu leben? Was heißt "Kirche im Kindergarten", was bedeutet "der Auferstandene unter uns im Pfarrgemeinderat", was heißt es, mit dem, der lebt, die Straßen und Dörfer anzuschauen, die in unserer Gegend sind? Wie gehen wir miteinander um, wenn wir von uns sagen, dass wir unterschiedliche Stärken, Charaktere und theologische Sichtweisen haben? Setzen wir unsere Lebens-Karte auf den, der das Haupt der Kirche ist, oder sind uns unsere eigenen Überlegungen und spirituellen Wege Maß, die wir als DienerInnen in der Kirche jede und jeder für sich leben? Leben wir "im" anderen, "in" der anderen, mit der wir von Gott in dieselbe Sendung geschickt sind, und was bedeutet dieses Leben für die Konkretionen in der Pfarre? Nicht der Pfarrer, nicht der Kaplan, auch nicht jemand anderer in der Seelsorge ist der Herr der Pfarre, so wie der Bischof nicht der Herr der Kirche ist ... Sind wir wirklich dankbar dafür, dass wir in der Seelsorge der Steiermark beinahe 900 Religionslehrende, 1.800 Mitarbeitende in der Caritas, 460 Priester, 80 Ständige Diakone, 160 Pastoralassistenten, 185 PfarrsekretärInnen haben? So dicht war das Netz eigentlich selten in der Geschichte zuvor. Wenn ich dann noch die Ordens- und andere Gemeinschaften hinzunehme [...]: da gibt es und da gilt es sehen zu lernen, wie viel Segen von diesen Gemeinschaften und Orten ausgeht – auch wenn es, was den Nachwuchs anlangt, nicht nur Freude gibt.

Brüder und Schwestern in Glauben! Gehen wir gemeinsam, gehen wir mit IHM voran in der Freude des Evangeliums! Und bitten wir jetzt um Seinen Geist für den Weg, den wir miteinander zurücklegen werden.

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[1] Vgl. u. a. auch die beiden Veröffentlichungen von Martin Werlen, dem früheren Abt von Einsiedeln, der als Gewissenserforschung wie so manch andere Schrift gut tut:

  • Martin Werlen: Heute im Blick: Provokationen für eine Kirche, die mit den Menschen geht. Ein geistlicher Weg in 100 Schritten, Freibrug: Herder 2014.
  • Martin Werlen: Miteinander die Glut unter der Asche entdecken, Einsiedeln 2012 (6. Aufl.).

Gemeinsam unterwegs